13.01.2026 –, Museumsberg: Aula (Hans-Christiansen-Haus)
Der Vortrag untersucht anhand der Protestaktion "Women's Shutdown" in Südafrika, wie Schweigen als kollektive Praxis für gesellschaftlichen Wandel genutzt werden kann. Er beleuchtet, wie die Umkehrung des Schweigens als Werkzeug für Handlungsfähigkeit und Kontrolle verwendet wird und untersucht, wie Schweigen als kollektive Praxis laut und (global) sichtbar wird.
Schweigen wird häufig als Sprachlosigkeit der Machtlosen verstanden und als Praxis interpretiert, die bestehende Machtverhältnisse verstärkt. Insbesondere die Stimmen von Frauen werden durch patriarchale Strukturen diffamiert, ignoriert und ausgeschlossen. Sie werden zum Schweigen gebracht und wiederholt und mit Nachdruck daran gehindert, in den öffentlichen Raum der Rede einzutreten.
Gleichzeitig stellen geschlechtsbezogene Gewalt gegen Frauen und Mädchen sowie Femizide ein allgegenwärtiges und globales Problem dar. Weltweit wird alle zehn Minuten eine Frau ermordet, weil sie eine Frau ist. Im Jahr 2024 starben auf der ganzen Welt 83.000 Frauen und Mädchen aufgrund geschlechtsbezogener Gewalt. Besonders hoch ist die Rate in Südafrika. Dort werden im Durchschnitt 15 Frauen pro Tag aufgrund ihres Geschlechtes getötet.
Der Vortrag untersucht anhand der Protestaktion "Women's Shutdown" in Südafrika, wie Schweigen als kollektive Praxis für gesellschaftlichen Wandel genutzt werden kann. Er beleuchtet, wie die Umkehrung des Schweigens als Werkzeug für Handlungsfähigkeit und Kontrolle verwendet wird und untersucht, wie Schweigen als kollektive Praxis laut und (global) sichtbar wird.