14.01.2026 –, Museumsberg: Aula (Hans-Christiansen-Haus)
"In zwei Jahren wird die erste Straßenbahn vom Band laufen". Das war die Ansage für die zweijährige Kampagne "VW steht nicht mehr für Volkswagen, sondern für VerkehrsWende", die im Film "Verkehrswendestadt Wolfsburg" dokumentiert wird. Nach der rund einstündigen Filmvorführung gibt es eine Diskussion mit dem Aktivisten Tobi Rosswog, um über den Umbau der Automobilindustrie in Austausch zu kommen.
Im August 2022 ging eine Handvoll kreativer Aktivistinnen in die „Höhle des Löwen“, nach Wolfsburg, ins Herz der Automobilindustrie. Ihr Ziel: Den automobilen Konsens aufbrechen – durch kreative Kampagnen & bunte Aktionen gemeinsam mit kämpferischen Arbeiterinnen ein Möglichkeitsfenster öffnen. Dass die Aktionen Wirkung zeigen, wird in weit über 100 lokalen, bundesweiten und internationalen Presseberichten deutlich, sowie auch der Repression seitens des Staats und Kapitals. Je eine Hausdurchsuchung zu Beginn und am Ende der Kampagne, unzählige Prozesse und ein Kooperationsverbot aller städtischen Einrichtungen durch den CDU-Oberbürgermeister geben einen ersten Eindruck - hier wurde ein Nerv getroffen. Der Film mit einigen Aktionsszenen und vielen Interviewpassagen zeigt die Wirksamkeit direkter Aktionen auf das gesellschaftliche Bewusstsein. „Es braucht nicht viele, um etwas zu bewegen“, so die Überzeugung der Aktivist:innen und Arbeiter:innen. Es geht darum, die soziale und ökologische Frage zusammen zu denken und entsprechend zu handeln.
Als Aktivist, freier Dozent und Initiator ist Tobi Rosswog für die sozial-ökologische Transformation unterwegs. Mit all seiner Zeit und Energie setzt er sich für den Wandel hin zu einer Gesellschaft jenseits von Arbeit, Eigentum und Geld ein. Mehr dazu auch in seinem neuen Buch „Nehmen wir das Leben wieder selbst in die Hand“ – Infos unter: nwdlwsidh.de