Zukunft(s)gestalten 2026: Wandel beWIRken

Von weiblicher Sozialisation zu politischer Gegenmacht: Die Bedingungen feministischer Handlungsmacht am Beispiel von #MeToo.
13.01.2026 , Museumsberg: Aula (Hans-Christiansen-Haus)

Im Zentrum dieses Vortrags steht die Frage, unter welchen Bedingungen Frauen sich zu einer kollektiven politischen Gegenmacht formieren können. Ausgangspunkt ist ein zentrales Paradox feministischer Theorie.


Im Zentrum dieses Vortrags steht die Frage, unter welchen Bedingungen Frauen sich zu einer kollektiven politischen Gegenmacht formieren können. Ausgangspunkt ist ein zentrales Paradox feministischer Theorie: Frauen sollen als handelnde Subjekte gegen ihre strukturelle Unterdrückung auftreten, doch die sozialen Bedingungen ihres Handelns begrenzen deren politische Wirksamkeit systematisch. Obwohl Frauen über individuelle Handlungsmacht verfügen, bleibt feministisches Handeln häufig ohne strukturelle Effekte. Argumentiert wird, dass dieses Problem nicht in einem Mangel an Autonomie liegt, sondern in der fehlenden kollektiven Organisation und epistemischen Wirksamkeit feministischer Praxis. Am Beispiel von #MeToo wird gezeigt, unter welchen Bedingungen sich Frauen zu einer politischen Gegenmacht formieren können.